Fussball und Naturschutz in Suedafrika
Fußball und Naturschutz als Sieger der WM 2010 in SüdafrikaGlobal Nature Fund und südafrikanische Naturschützer wollen ältestesNaturschutzgebiet Afrikas vor der Zerstörung bewahren. St. Lucia-Seein Südafrika trocknet aus. DFB, FIFA und südafrikanische Regierungkönnen helfen.
Nicht nur wegen des Fußballs, sondern auch wegen deratemberaubenden Wildnis werden 2010 hunderttausende Gäste aus demAusland zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen. Bis zumBeginn der WM wollen Umweltschützer einen der schönsten Naturschätzedes Landes retten.
Anlässlich der heutigen Vorstellung von Südafrika als Gastgeberder nächsten Fußball-WM, weist der Global Nature Fund darauf hin,dass das St. Lucia Feuchtgebiet in der Provinz KwaZulu Natal imNordosten Südafrikas durch fortwährende Dürre und zu großeWasserentnahme für landwirtschaftliche Bewässerung schleichendaustrocknet. Der St. Lucia See im Herzen des ältestenNaturschutzgebietes Afrikas enthält nur noch 20 % seinerursprünglichen Wassermenge. Die Tierwelt - darunter Flusspferde,Seeadler und Krokodile - leidet massiv unter der Austrocknung.
"Der Fußball und der Naturschutz sollen beide Sieger der WM 2010sein. Die südafrikanische Regierung ebenso wie die FIFA könnenhierbei helfen. Gelder sollten nicht nur in die Infrastruktur für dassportliche Großereignis fließen, sondern auch die Natur vor Ort mussvon der WM profitieren", so Marion Hammerl, Präsidentin des GlobalNature Fund (GNF).
Der GNF und seine im internationalen Seennetzwerk Living Lakesaktiven Partnerorganisationen in Südafrika wollen durch dieEinführung sparsamer Bewässerungsmethoden, Aufforstungen undumweltverträglichen Tourismus den St. Lucia Park retten. Bereitsheute unterstützt die in Radolfzell am Bodensee ansässigeUmweltstiftung Renaturierungsprojekte und die Ausbildung derverarmten lokalen Bevölkerung am St. Lucia See zu Naturschutzführern.
Hintergrund:
Der St. Lucia See liegt inmitten des 2.500 Quadratkilometer großenGreater St. Lucia Wetland Park, dem ältesten Schutzgebiet in Afrika.180 Meter hohe, mit Urwald bewachsene Dünen, trennen den St. LuciaSee vom Indischen Ozean. Der Artenreichtum im St. Lucia Park istdoppelt so hoch wie im Krüger Nationalpark. Der See ist seit 1998 Mitglied des weltweiten Seenschutz-Netzwerkes Living Lakes, das vomGlobal Nature Fund koordiniert wird.Living Lakes wird unterstützt durch Unilever, Deutsche Lufthansa,T-Mobile, DaimlerChrysler, Kärcher, SIKA und Ziemann.
Quelle: http://www.duh.de


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